top of page

Schröder – wenn Alter nicht einfach Alter ist

​

Mit etwa zehn Jahren begann Schröder sich zu verändern. Seine Bewegungen wurden steifer, morgens fiel ihm das Aufstehen schwerer und auch unsere Treppe wurde zunehmend zur Herausforderung. Der Verdacht des Tierarztes: Arthrose.

​

Wenig später kamen andere Veränderungen hinzu. Schröder wurde abends unruhig, wirkte manchmal orientierungslos und schien mitten im Raum zu vergessen, wohin er eigentlich wollte. Ein entsprechender Test beim Tierarzt bestätigte schließlich den Verdacht auf Demenz.

​

Die zunächst empfohlenen Maßnahmen brachten für uns nicht die erhoffte Veränderung. Erst später begann ich, mich intensiver mit Schröders Ernährung auseinanderzusetzen und stellte ihn über Reico Schritt für Schritt von seinem bisherigen Futter auf hochwertiges Naturfutter um. Ergänzend bekam er gezielte Unterstützung für seine Gelenke.

​

Nach einigen Monaten erlebte ich Schröder deutlich beweglicher und sein Gangbild wirkte wieder wesentlich runder.

​

Auch seine Ernährung entwickelte ich weiter und stellte schließlich vollständig auf Nassfutter um. Dabei achtete ich unter anderem auf natürliche Quellen von B-Vitaminen und ergänzte auf Empfehlung seiner Osteopathin täglich etwas Brokkoli.

​

Heute ist die abendliche Unruhe verschwunden und die Momente, in denen Schröder verwirrt wirkt, sind selten geworden.

​

Seine Geschichte ist einer der Gründe, warum ich heute so überzeugt davon bin, genauer hinzusehen:

auf die Ernährung, auf Veränderungen im Alltag und vor allem auf das einzelne Tier.

Walter – der Igel, mit dem alles begann

​

Im Oktober 2020 entdeckte ich Walter mitten am Nachmittag in unserem Garten.

Er war winzig, tagaktiv – und ich hatte damals ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung von Igeln.

Ich wusste nur: Eigentlich sollte dieser kleine Kerl um diese Uhrzeit nicht durch meinen Garten laufen.

​

Also beobachtete ich ihn, stellte ihm Futter hin und merkte zunehmend, dass etwas nicht stimmte.

Schließlich brachte ich Walter zu einer Igelpflegestelle. Dort stellte sich heraus, dass er schwer an einem Pilz erkrankt war.

​

Sein Weg zurück dauerte lange. Über ein Jahr wurde Walter von meiner heutigen lieben Bekannten Roswitha, die früher eine Igel-Pflegestelle führte, gepflegt und aufgepäppelt, bevor er schließlich wieder in die Freiheit zurückkehren konnte.

​

In dieser Zeit lernte ich durch Roswitha unglaublich viel über Igel – und Walter hatte etwas angestoßen, das geblieben ist.

​

Aus einer kleinen Futterstelle wurden inzwischen fünf. Aus meinem ersten hilflosen „Was mache ich denn jetzt mit dir?“ wurde Wissen, Verantwortung und eine große Liebe zu diesen faszinierenden Wildtieren.

​

Heute gehört die Unterstützung der Igel in meiner Umgebung ganz selbstverständlich zu meinem Leben –

und Walter ist der Grund, warum alles begann.

​

bottom of page